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Gewerkschaften - Warum sie unverzichtbar sind

9. Februar 2020 - Katja Schuon

In dieser Woche erhielt ich Post von meiner Gewerkschaft ver.di. Es war ein Glückwunschschreiben für 25 Jahre Mitgliedschaft.

Als ich im Februar 1995 - damals noch in die Vorgänger-Gewerkschaft ÖTV - eingetreten bin, war dies ein bewusster Schritt. Ich absolvierte zu der Zeit eine duale Ausbildung beim Kreis Unna und wollte mich in der Jugend- und Auszubildendenvertretung für die Interessen der anderen Auszubildenden stark machen.

Später habe ich mich im Personalrat für meine Kolleg*innen eingesetzt, erst einige Jahre ehrenamtlich, dann zwei Jahre hauptberuflich. Gemeinsam haben wir viel erreicht und die Arbeitsbedingungen verbessert. Wichtig war und ist dabei die Unterstützung der Gewerkschaft. Ein hoher Organisationsgrad bedeutet mehr Durchsetzungskraft. Denn je mehr Mitglieder eine Gewerkschaft hat, desto größer ist die “Position der Stärke” bei Tarifverhandlungen.

Leider sind immer weniger Arbeitnehmer*innen Mitglied einer Gewerkschaft. Was sind die Gründe dafür? Für die einen “lohnt” es sich nicht, weil in der Regel alle Arbeitnehmer*innen von den Tarif-Ergebnissen profitieren und nicht nur die Gewerkschaftsmitglieder. Manchen erscheint der Gewerkschaftsbeitrag zu hoch oder sie glauben, dass sie besser für sich selbst eintreten können. Solidarität hat für mich nach wie vor einen hohen Stellenwert, und deshalb bin ich seit 25 Jahren überzeugtes Gewerkschaftsmitglied. Nur in einer starken Gemeinschaft können Arbeitnehmer*innen gegenüber den Arbeitgeber*innen auf Augenhöhe verhandeln.

Was denken Sie zum Thema Gewerkschaften? Sind Sie selbst Mitglied? Ich freue mich von Ihnen zu hören bzw. zu lesen, gerne per Mail, bei Facebook oder Instagram.

Ihre Katja Schuon

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