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Was eine gute Führungskraft ausmacht

17. Februar 2020 - Katja Schuon

Seit über 26 Jahren stehe ich im Berufsleben beim Kreis Unna und habe in dieser Zeit viele Führungskräfte erlebt. Die einen habe ich mir zum Vorbild genommen, die anderen waren für mich Beispiele, wie man es nicht machen sollte.

Seit 2014 habe ich selbst Führungsverantwortung und arbeite jeden Tag daran, eine gute Führungskraft zu sein.

Doch was macht eine gute Führungskraft aus? Wer diese Frage im Netz oder in der Fachliteratur stellt, bekommt viele Antworten. Nach meiner Erfahrung sind die folgenden Eigenschaften besonders wichtig:

Entscheidungsfreude

Wer transparent Entscheidungen trifft, schafft Orientierung und Klarheit für die Mitarbeiter*innen. Bevor ich meine aktuelle Führungsposition angetreten habe, ist mir zu Ohren gekommen, dass es die größte Sorge meiner Mitarbeiter*innen sei, ob ich wohl entscheidungsfreudig bin. Seit sie mich kennen, hegen sie keinen Zweifel mehr daran. Wichtig ist mir, vor einer Entscheidung alle relevanten Informationen zu kennen, um auch tatsächlich sachgerecht entscheiden zu können.

Motivation

Eine Führungskraft hat die wichtige Aufgabe, Mitarbeiter*innen zu motivieren. Je motivierter das Team ist, desto effizienter arbeitet es. Es gibt unterschiedliche Formen der Motivation, da auch die Mitarbeiter*innen unterschiedlich sind. Wertschätzung und Lob sind dabei immer wichtig. Dies bedeutet auch, die Mitarbeiter*innen zu fördern und zu fordern, zum Beispiel durch das Übertragen von mehr Eigenverantwortung.

Selbstreflektion

Insbesondere eine Führungskraft muss zur Selbstreflektion in der Lage sein, um sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu trägt ein regelmäßiger Austausch mit den Mitarbeiter*innen bei. Im Rahmen von monatlichen Meetings mit meinem engeren Team und in regelmäßigen Gesprächen mit meinen direkten Mitarbeiter*innen sorge ich für diesen Austausch. Die Rückmeldungen daraus helfen mir außerdem, das Arbeitsklima zu verbessern und mögliche Schwachstellen zu anzugehen.

Verantwortungsbereitschaft

Eine Führungskraft hat eine besondere Verantwortung und muss diese auch wahrnehmen. Dies gilt insbesondere gegenüber den Mitarbeiter*innen. Eine Führungskraft muss eigene Fehler eingestehen und darf sie nie auf die Mitarbeiter*innen abschieben. Führung heißt, Entscheidungen zu treffen und zu diesen zu stehen.

Was passiert, wenn Führungskräfte diese wichtigen Eigenschaften nicht erfüllen, haben wohl schon die meisten von uns in ihrem beruflichen Alltag erlebt. Bei den Mitarbeiter*innen führt das zu Frust und Demotivation, bis hin zur inneren Kündigung. Das wirkt sich dann wiederum negativ auf die Arbeitsleistung aus. Wichtige Veränderungen finden nicht statt, wenn Führungskräfte nicht bereit sind, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

Was denken Sie zum Thema Führung? Was ist aus Ihrer Sicht wichtig? Ich freue mich von Ihnen zu hören bzw. zu lesen, gerne per Mail, bei Facebook oder Instagram.

Ihre Katja Schuon

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